Augstein, der Mensch

Medien | SIEGFRIED KOGELFRANZ | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

Der SPIEGEL. Vergangenen Donnerstag starb der "Spiegel"-Gründer und Herausgeber Rudolf Augstein im Alter von 79 Jahren. Nachruf eines Kollegen. 

Begonnen hatte er sein bewusstes Leben als eines von sieben Kindern einer kleinbürgerlichen Familie in einer hannoverischen Zwergschule. Beendet als steinreicher, dutzendfach geehrter Mann mit großer Macht, die er allein seinem messerscharfen Verstand verdankte. Selbst führte er seinen beispiellosen Erfolg zurück auf "etwas Sein, etwas Schein, etwas Schwein". Das war ebenso Understatement wie seine Vorstellung, was ihm mal nachgerufen werden sollte: "Mir würde genügen, wenn einige Leute den Gedanken hegten, der Spiegel sei diesem Land mehr nützlich als schädlich gewesen."

  Damit mochten sich Zeitgenossen nicht begnügen, als Rudolf Augstein, Herausgeber des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, am 7. November 79-jährig starb. Bis zu vier Seiten widmeten Zeitungen dem so gerühmten wie verdammten, geachteten wie gefürchteten kleinen Mann


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