Kommentar - Osterweiterung: Post-Modern Talking

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

Wer waren noch in Zeiten der UdSSR die größten Fans der deutschen Popgruppe Modern Talking? Die Russen, allen voran Michail Gorbatschow und seine Frau Raissa. Behauptet zumindest Modern-Talking-Sopranist Dieter Bohlen in seinen Memoiren mit dem Titel "Nichts als die Wahrheit". Er traf die beiden 1998 am Rande einer Preisverleihung in Köln, wo sie in Begleitung des damaligen Finanzministers Oskar Lafontaine waren, der Bohlen allerdings keines Blickes würdigte. "Ganz anders die Gorbatschowa. Die sah mich, steuerte auf mich zu und rief euphorisch: ,Diter, ljublju Vas!' - ,Dieter, ich hab dich so lieb!' Jetzt befand auch Oskar mich für wichtig genug. Diensteifrig schüttelte er meine Hand."

Auf dem 10. Wiener Architektur Kongress im Architekturzentrum Wien (siehe Artikel auf Seite 74) konnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich mit der Architektur in den postsozialistischen Ländern so verhält wie mit Bohlen, den Gorbatschows und Lafontaine. In diesem Dreieck würde Bohlen die hässliche


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