Schaun, wie Lesben wohnen

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

JUBILÄUM. Die erbitterten Kämpfe sind vorbei, das Lesben- und Schwulenhaus an der Linken Wienzeile 102 ist heute beinahe schon museale Institution: Die Rosa Lila Villa feiert ihren zwanzigsten Geburtstag. 

Heute werden keine revolutionären Ratschlüsse mehr veranstaltet, heute wird bei einem ausgedehnten und schmackhaften Frühstück über die gute alte Zeit, über die Unberechenbarkeit der Villa-Aktivisten mitsamt dem Transparent-Aktionismus, über das ganze frühere kreative Chaos geredet. Zwanzig Jahre Rosa Lila Villa: Da war, vor allem in den Anfängen, viel erbitterter Kampf um eine damalige Hausruine, die damals entschlossen besetzt wurde und heute längst zum Stadtbild gehört. In basisdemokratischem Disput hat man sich immerhin noch einigen können, dass man wieder einmal ein Plakat aufrollt: "Seit 20 Jahren höflich und pervers", prangt in fetter Schrift derzeit am Haus.

  Man sitzt beim Frühstück beisammen, die kämpferische Energie des Anfangs hat sich bei den Villa-Bewohnern


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