PHETTBERGS PREDIGTDIENST (Nr. 534): Größte Wahrheit erfasst

Stadtleben | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

... Du bist ein schlechter und fauler Diener! ...

Mt 25,14-30 (Evangelium am 33. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres A)

Die Wirklichkeit ist weit besser zu mir, als ich zu irgendwem bin, geschweige denn zu ihr! Jeden Tag spannt sie sich in den frischesten Farben aus, schaue ich aus meinen Augen heraus, gewärtige ich alles außer mir àjour. Wie verwahrlost, erschöpft und müde ich auch bin, die Wirklichkeit treffe ich ständig prallvoll und knackig an. Niemals Schwaden oder Halden liegen gebliebener, unaufgeräumter Zeit, Berge liegen gebliebener Wirklichkeit. Alles stetig weggeschafft, alles stetig frisch heraußen. Nur ich bin hinten ("bin hinten" aus Peter Handkes "Spiel vom Fragen", zitiert nach www.ankowitsch.de). Diene nur als schlechtes Beispiel. Wieder ein Jahr, in dem ich mich nicht selber ernähren konnte, die Heizung nicht selber bezahlen, den Strom nicht, den Internetzugang, den Kabelanschluss, das Telefon, ja sogar, heuer das Jahr, wo ich die Blumen verdorren hab lassen,


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