TIER DER WOCHE: Affentheater

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 46/02 vom 13.11.2002

Ich würde die SPÖ sogar dann wählen, wenn ihr Vorsitzender ein Pavian im Ballettröckchen wäre." Mit dieser Aussage wurde die Schriftstellerin Elfriede Jelinek vergangene Woche im Nachrichtenmagazin profil zitiert. Das ist natürlich interessant, wenn eine Künstlerin in dem an tierischen Metaphern nicht gerade armen politischen Diskurs das Bild eines Affen mit leuchtend rotem Gesäß einbringt. Auf den ersten Blick würde man vermuten, dass sich dieser Satz auf die Diskussion, ob der SPÖ-Parteivorsitzende Gusenbauer "schön" genug sei, bezieht und diesen durch ein Beispiel besonderer Missgestalt konterkarieren soll.

Offenbar geht Frau Jelinek davon aus, dass Ballettröckchen allgemein als hässlich empfunden werden, aber schon bei der Ästhetik von Pavianen scheiden sich die Meinungen: Mel C, ein Mitglied der ehemaligen Popgruppe Spice Girls betonte hingegen sogar bei einer britischen Antinikotinkampagne die erotische Wirkung dieser Tiere und meinte, sie würde zwar das leuchtende


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