PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 47/02 vom 20.11.2002

"In vielen Berufen ist die Frau unentbehrlich." Neue Zeiten angebrochen bei Zur Zeit? Na ja. "Die meisten kommen aus der Naturgabe der Weiblichkeit", heißt es weiter: "Nicht nur Leben zu geben, sondern Leben zu erhalten, zu pflegen, schön zu machen und Liebe zu stiften. Ärztin, Lehrerin, Künstlerin, Pflegerin und Körperpflegedienste." Wäre ich doch Fußpflegerin geworden! Dann müsste ich jetzt nicht "auf Lebensfreude und Familiengemeinschaft verzichten". Wenigstens habe ich mein Jusstudium noch nicht abgeschlossen, denn "alle Berufe, in denen Antipathie und Sympathie eine störende Rolle spielen können, sollen nur ausnahmsweise und in besonderen Fällen für Frauen zugänglich sein, z.B. Richter oder Beamte". Über Journalismus äußert sich der Autor leider nicht, das kommt aber wohl auch nicht infrage, spielt doch Antipathie zumindest in Kolumnen eine ziemlich störende Rolle. Zur Zeit erscheint zum Glück nicht täglich. Trotzdem, nach so viel Topfen sei hier zum Ausgleich Herbert Riehl-Heyse aus der Sonntagsausgabe des Berliner Tagesspiegels zitiert: "Man sieht an Österreich, dass ein Land prima ohne eine ernst zu nehmende Zeitung auskommen kann."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige