Das Mauerpeckerl

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 47/02 vom 20.11.2002

WOHNEN. Zwei junge Designer tätowieren Wände: Das Ganze heißt dann "Walltattoo".

Wer sich für unsere Arbeit entscheidet, entscheidet sich, seinem Raum etwas zu geben", sagt Andreas Reichl. "Das entzieht sich dem Kunsthandel und der Welt des Konsums." Wenn Reichl und seine Partnerin Barbara Vörös über ihr Projekt "Walltattoo" sprechen, klingt das vielleicht ein bisschen sehr esoterisch. Denn wenn die Grafikerin und der Architekt Wandgemälde anbringen, geht es ihnen nämlich mehr um die "emotionelle Bereicherung von Räumen" als um bloße Kunst im Bau. Bevor sich die beiden dann bei ihren Auftraggebern tagelang (oder notfalls auch nächtelang) ans Mauerwerk machen, wird also zuerst erforscht, was Räume und Kunden eigentlich wollen. Unternehmen wünschen sich beispielsweise ihre Unternehmensphilosophie abseits der Corporate Identity an die Wand, Privatmenschen wollen ihren Raum beseelen.

Ist "die Sehnsucht des Raumes" festgestellt, wird fotografiert und ein Motiv entwickelt. Anders


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