Kämpfen lernen!

Vorwort | ROBERT MISIK | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

KOMMENTAR. Der Wahltag hat uns schmerzhaft gelehrt, was wir vorher auch schon wussten: Die Linke kann sich nicht an die Macht schwindeln. 

Wahltage sind auf seltsame Weise leise. Nach dem Getöse des Wahlkampfes kehrt plötzlich Ruhe ein, wenn der Souverän spricht. Denn während er spricht, ist er stumm. Erst wenn der Souverän gesprochen hat, hört man seinen Spruch.

  Manchmal wie einen Donnerschlag. Nun können wir, wie Robert Menasse es tat, formulieren, die Österreicher würden "aus Schaden dumm" - belohnen einen dreisten Gambler für sein Scheitern; strafen die Opposition, weil die Regierung im Chaos untergegangen ist; glauben dem Wortgekringel von der Entpolitisierung, jenen, die jetzt schamlos wie nie nach Macht, Posten, der Medienfreiheit greifen werden; nehmen jenen ihren Modernisierergestus ab, die sich, wie die ÖVP-Generalsekretärin, dann als Erstes beim "lieben Gott" bedanken.

Nur hilft das Lamento nicht viel. Wir, und damit meine ich jene, deren Herz für das Lager "jenseits


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