"Nie wieder so schiach sein"

Politik | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

FPÖ. Keine Wähler, kein Geld, keine Strategien und jetzt auch noch ein beleidigter Haider: Trotzdem wollen die Freiheitlichen auf der Regierungsbank Platz nehmen.

Da verschlägt es sogar richtigen Männern wie Peter Westenthaler die Sprache. "Ich sage jetzt einmal gar nichts. Das kommentiert sich eh von selbst", glaubt der ehemalige freiheitliche Klubobmann. Gerade hat ihn der Parteivorstand zum Austritt aus der FPÖ aufgefordert. Ansonsten setze es ein Parteiausschlussverfahren. Mit Kritikern wie Westenthaler und Karl-Heinz Grasser werde man nun aufräumen, verkündete FPÖ-Obmann Herbert Haupt am Montag. Westenthaler siehts gelassen: "Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Ich bleibe."

  Sein Ziehvater Jörg Haider ist sich nicht so sicher. Zumindest was seine eigene Person betrifft. Montagnachmittag, die FPÖ-Führungsriege besprach im Parlament die weitere Zukunft der schwer zerstörten Partei, verließ der Kärntner Landeshauptmann wortlos den Sitzungssaal, rief einen Redakteur


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