AUF WIEDERSEHEN, LIF: Schluss mit lustig?

Politik | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

Wenn dir nichts mehr anderes übrig bleibt, dann mach eben einen auf lustig. Dachten sich die Liberalen und würzten ihren Wahlkampf mit Spaßkultur: Ein mit Perücke und Brille verkleideter Spitzenkandidat, der Hubschrauberpilot und Ex-"Willkommen Österreich"-Fernsehonkel Reinhard Jesionek, stürmte als ungarisches Kamerateam verkleidet vergangene Woche fast bis in die Parteichef-Elefantenrunde am Küniglberg - das war zumindest der Kleinen Zeitung ein Cover wert. Oder Jesionek warf mediengerecht Parteipropaganda in eigens herangekarrte Mülltonnen. Gebracht hat der Spaß den Nachfolgern von LIF-Gründerin Heide Schmidt zwar nicht den Einzug in den Nationalrat, aber immerhin 0,97 Prozent. 1999 scheiterte das alte LIF noch mit 3,65 Prozent am Wiedereinzug ins Parlament. "1,2 Prozent wären für die Altvorderen schon ein Achtungserfolg", meinte Zoltan Aczel, 24-jähriger LIF-Generalsekretär, am Wahlabend hoffnungsvoll.

  Ist nach diesen ernüchternden Erfahrungen jetzt Schluss mit lustig


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