Auf Widerstand?

Politik | THOMAS PRLIC | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

DEMOs. Schock über die ÖVP, Freude über den FPÖ-Absturz. Die Donnerstagsdemonstranten ersparen sich das Nacktflitzen vorm Hawelka. Gehen sie weiter? 

Kurz vor fünf ist die Welt am Ballhausplatz noch in Ordnung. Dort, wo früher die "Botschaft besorgter Bürger" gestanden hat, stellen ein paar Regierungsgegner Klapptische auf, hängen Fahnen an eine Stehleiter, eine Aktivistin hat sogar Wein mitgebracht. Als der Moderator im Radio wenige Minuten später die erste Hochrechnung verliest, die der ÖVP über vierzig Prozent der Stimmen ausweist, schlägt die gute Stimmung rasch in Fassungslosigkeit um. "Ich fühle mich grässlich", sagt ein Mann mit langem grauen Vollbart. Vor ihm am Boden liegt ein Transparent mit der Aufschrift: "Sag zum Abschied leise Tschüssel". Hintendran hat jemand noch vorsorglich ein Fragezeichen gemalt.

  "Wir waren zweieinhalb Jahre da, das ist unser Platz", sagt Katharina von der Aktivistengruppe United Aliens, und schüttelt ob des ÖVP-Wahlsieges nur den


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