Laptop und Spitzendeckerl

Medien | THOMAS PRLIC | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

MEDIENKULTUR. Das Festival "digitalBIEDERMEIER" im WUK untersucht das Spannungsfeld zwischen Politik, kommerzieller Medienindustrie und der neuen Amateurkultur abseits des digitalen Mainstreams. 

Sony hatte die Rechnung ohne die Hacker gemacht. Im Herbst 1999 brachte der japanische Elektronikriese "Aibo" auf den Markt, einen niedlichen Roboterhund, der laufen, mit dem Schwanz wedeln und - ähnlich den Tamagotchis - mit der richtigen Erziehung eine eigene, wenn auch beschränkte Persönlichkeit entwickeln konnte. Schon bald entdeckten auch tierliebende Computerfreaks Aibos Qualitäten und fanden heraus, dass das Tier mit ein paar Programmierkniffen noch einiges mehr drauf hatte, als von Sony ursprünglich geplant. Tanzen, beispielsweise, oder das Verhalten einer Katze annehmen. Einer dieser Hacker bot seine Software im Internet zum Download an (www.aibohack.com), nach Klagsdrohungen von Sony musste er die Seite vom Netz nehmen. Die Aibo-Szene war empört, sogar die New York Times berichtete

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