OHREN AUF! Push Up Puschnig


KLAUS NÜCHTERN

Kultur | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

Ü ber mangelnde Nachfrage kann er sich nicht beschweren: Mit "Reindeer Games" (Emarcy/Universal) und Saxofour läutet der 46-jährige Wolfgang Puschnig die Weihnachtsoffensive ein. Der rotnasige Rudolph tritt hier als schon etwas gesetzterer Herr auf, der allerdings doch einen erstaunlich kessen Huf aufs Eis setzt, ohne auszurutschen. Dass die vier Herren (neben Puschnig noch Florian Bramböck, Klaus Dickbauer und Christian Maurer) ausgezeichnete Musiker sind, wird niemand bestreiten. Das ist aber auch ein bisschen das Problem: Die Arrangements leiden mitunter an einem Übermaß an Sophistication und (Halb-)Lustigkeit.

Davon ist auch Puschnigs gemeinsam mit Dickbauer, Herbert Joos und Michel Godard realisiertes Projekt "3 & 4 Ob'n und Unt'n. Austrian Songs" (Emarcy/Universal) nicht gefeit. Das melancholisch-introvertierte "Über den Berg" oder Dickbauers nicht allzu bemüht schräger "Zwiefacher" zählen zu den gelungeneren Stücken eines recht heterogenen und mitunter anstrengend expressiven

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