C.I. für J.B.

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

FILM. "Die Another Day", der zwanzigste Film mit James Bond, setzt auf das älteste Erfolgsrezept der Welt. 

Schon der erste Film mit James Bond, der berühmtesten Doppelnull der Welt, sei ein "Meilenstein" gewesen, äußerte François Truffaut anno 1978, allerdings: ein "Meilenstein im Niedergang des Kinos. In der Zeit vor James Bond wollten die Leute an das glauben, was sie auf der Leinwand zu sehen bekamen, sie glaubten an die Geschichten, die man ihnen erzählte. Parodien hat es immer gegeben, aber das war kein bedeutendes Genre, es war etwas für Snobs in Cabarets, doch Bond hat die Parodie unglücklicherweise populär gemacht - so populär wie das Erzählen von glaubwürdigen Geschichten. (...) Das ist einfach eine Form von Zynismus."

  Um sich "Die Another Day" (Regie: Lee Tamahori), den zwanzigsten Bond, anzuschauen, muss man weder Snob noch Zyniker sein, aber es hilft. Ganz zu Beginn verhindert 007 (Pierce Brosnan) einen Waffendeal unter Nordkoreanern, aber der Bösewicht entkommt,


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