Teil einer Terrorbewegung

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

FILM. In seinem RAF-Spielfilm "Baader" untersucht der Münchner Regisseur Christopher Roth den Konnex zwischen Verbrechen und Popkultur. 

Ein Moment Stille. Von einer Polizeieinheit in die Enge getrieben, hat RAF-Terrorist Andreas Baader (Frank Giering) wie verlangt die Waffe fortgeworfen. Schon scheint es, als wolle er die Hände heben und sich abführen lassen, da greift Baader nach hinten, zieht blitzschnell noch zwei Knarren, feuert beidhändig in die uniformierte Menge und sinkt dann, im Kugelhagel tödlich getroffen, zu Boden.

  So endet Christopher Roths Spielfilm "Baader". Mittlerweile kann man das ja ruhig erzählen, schließlich gibt es nicht mehr viel zu verraten, nachdem die deutsche Presse gleich nach der Berlinale-Premiere des Films beinahe unisono über diese Szene und ihre historische Ungenauigkeit hergefallen war. Wieso stirbt der Terrorist hier wie ein Westernheld?, fragten unter anderen Spiegel und FAZ, wo doch jeder weiß, dass der Mann 1972 verletzt festgenommen wurde


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