Ein Mann wie ein Stadion

Kultur | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

LITERATUR. Gunter Falk war eine Kultfigur der wilden Sechziger und Siebziger in Graz. Jetzt ist dem früh verstorbenen Dichter, Soziologen und Wirtshausanarchisten im Semper-Depot eine "Gala" gewidmet. WOLFGANG KRALICEK

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Gunter Falk

Es war bestimmt nicht immer angenehm, Gunter Falk zu begegnen. Auf seinen ausgedehnten Touren durch Grazer Gaststätten - besonders häufig frequentierte er die Likörstube Haring - verfiel der Dichter ab einem bestimmten Alkoholpegel gern ins Beleidigende. "Darin war er wirklich virtuos", erinnert sich der Autor Günter Eichberger in einer Hommage. "Es war eine Auszeichnung, von ihm beschimpft zu werden." Falk, der bis zu zehn Bier auf einmal bestellte, referierte spätabends mit Vorliebe auch über seine sexuellen Vorlieben - und zwar so detailliert, wie es kaum ein Zuhörer wissen wollte. Bisweilen ging der Wissenschaftler in ihm durch: Als der promovierte Soziologe einmal ermitteln wollte,


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