Erkennen Sie die Lakonie?

Kultur | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

LITERATUR. In seinem neuen Geschichtenband versucht David Wagner herauszufinden, "Was alles fehlt", wenn man alles hat. Vor zwei Jahren debütierte der damals 29-jährige David Wagner mit dem Roman "Meine nachtblaue Hose", der durch verblüffende stilistische Homogenität und unaufgeregte Klarsicht bestach, die Wagner in seinen prosaischen Gedanken- und Erzählgängen an den Tag legte. Alles fließt in Wagners Texten, Ewigkeiten lang geht es ohne Absatz dahin, ganz weich, wie im S-Klasse-Mercedes, gleitet der Leser durch die sanft-hügeligen Geschichtenparks des Deutschen. Wagner schreibt so, wie Jil Sander früher: in einem ruhigen, klaren Gestus, aber immer auch ein wenig luxuriös-kaschmirig.

  In den zwölf Geschichten von "Was alles fehlt", dem neuen Erzählband Wagners, geht es, wie schon in seinem Debütroman, des Öfteren um Paare und deren Trennung; ab und zu kommt es auch zu dem ein oder anderen, gern suizidal bedingten Todesfall, meist sehr unauffällig, sodass man es oft

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