IN KÜRZE

Kultur | aus FALTER 48/02 vom 27.11.2002

Tod in der Meldemannstraße Peter Aigner, Laienhauptdarsteller der Theaterproduktion "Mein Kampf" im Männerwohnheim in der Meldemannstraße (siehe Falter 40/02), ist in der Nacht der letzten Vorstellung verstorben; statt eine Lungenentzündung auszuheilen, wollte er unbedingt spielen. Der Exzuhälter entpuppte sich in der Inszenierung als Mann mit Theaterblut: Als zotiger Witzerzähler war er eine One-Man-Show; die Frauen im Team hatten es allerdings nicht immer leicht mit seinen wilden Macho-Sprüchen. Im wirklichen Leben war Aigner eine echte Horváth-Figur: Einer, dessen Herz übergeht, aber immer wenn er so richtig lieben wollte, dann schlug er brutal zu. Vom Theater war Peter Aigner so begeistert, dass er sogar einen Alkoholentzug in Angriff nehmen wollte. Das Ensemble trauert um seinen ihm lieb gewordenen Darsteller und bittet um Spenden für Aigners minderjährigen Sohn auf das Erste-Konto 36261688. Vermerk: "Für Robert".

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