VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

... wurde Karl Valentins Ausstellung im Palais Palffy besprochen.

Die Karl-Valentin-Ausstellung im Palais Palffy bietet uns Gelegenheit, an Karl Valentins eigene Ausstellung, sein Panoptikum, zu erinnern. Wir zitieren aus dem vorzüglichen Ausstellungskatalog: Karl Valentin, Volkssänger? Dadaist? Münchner Stadtmuseum 1982: "Begeistert ist das Publikum von Valentins Panoptikum! Das originellste Museum der Welt! Täglich im Hotel Wagner, Sonnenstraße 23." Am 21. Oktober 1934 eröffnet Karl Valentin in den Kellern des Hotels Wagner sein Panoptikum. Die Idee Valentins ist es, über seine Szenen und Stücke hinaus seinen Einfällen eine museale Dauer zu verleihen. So werden in langwieriger und kostspieliger Arbeit die Keller des Hotels Wagner in "Grusel- und Lachkeller" verwandelt. Ein Restaurationsbetrieb mit dem Namen "Die Hölle" ist angeschlossen. Beteiligt an diesem Unternehmen sind neben Valentin Liesl Karlstadt, bei der Valentin einen Kredit aufnehmen muss, die Gebrüder Wagner als Hauseigentümer und der Universitätsplastiker Eduard Hammer, der mit seinen Wachsplastiken das Panoptikum entscheidend beeinflusst und mitträgt. Karl Valentin versichert sich der Mitarbeit Eduard Hammers, richtet aus dessen alten Beständen sein Panoptikum ein und reichert es mit eigenen Ideen und Objekten an. Er übernimmt dabei die Konzeption des alten "Internationalen Handelspanoptikums". Das wächserne Inquisitionstribunal und die Folterszenen scheinen sich fast vollständig in den Kisten erhalten zu haben und brauchen nur noch neu aufgestellt zu werden. Die übrigen Wachspuppen werden über den "Grusel- und Lachkeller" verteilt aufgebaut.


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