Austria Top Four

UWE MATTHEISS | Vorwort | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

KOMMENTAR. Die Politik der Unpolitischen, der Frust der Moralischen, und warum sich nicht viel ändert. 

Zu den schönsten Reiseerlebnissen auf der "Datenautobahn" gehört immer wieder das Treibgut am Wegesrand. Ein paar Mausklicks abseits liegt er noch da wie der skelettierte Rest einer verdursteten Kuh in der Wüste: der ganze Datenschrott der Wahlbörsen, Koalitionsspekulationen und vormals heiß gehandelten Umfragewerten für ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Großparteien. Wer mit etwas barocker Melancholie über die Vergänglichkeit der Welt oder zumindest die Vergänglichkeit von Welterklärungen begabt ist, wird daran ein paar heiter-besinnliche Betrachtungen anstellen können. Aber auch jenseits aller philosophisch-politischen Kontemplation fällt auf, mit welcher Hitze und Emphase die Debatte vor dem Wahltag geführt wurde, zumindest auf der Seite der Gegner der bisherigen Regierung, und wie schmähstad die Reaktionen nach dem schwarzen Sonntag geraten sind. Die neu gewonnene Lage

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