Denken hilft

Vorwort | KARL A. DUFFEK | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

KOMMENTAR. Warum ein Lagerwahlkampf für Rot-Grün nichts gebracht hätte, und was der SPÖ jetzt not tut. 

Enttäuschung und Ärger mögen legitime erste Reaktionen auf einen nicht besonders erbaulichen Wahlausgang sein, die beste Voraussetzung für stichhaltige Analysen sind sie offensichtlich nicht. Anders wäre nicht zu erklären, warum ausgerechnet die Kommentare der Befürworter von Rot-Grün so weit an der Realität vorbeigehen.

  Zunächst zum Wahlergebnis selbst: Dass die Bürgerlichen den Oppositionsparteien eine vernichtende Niederlage zuschreiben wollen, verwundert wenig. Wie bereitwillig diese Sicht der Dinge aber übernommen wird, ist schon erstaunlich. Ein Zugewinn von Rot und Grün im Gesamtausmaß von rund fünf Prozentpunkten ist kein berauschendes Resultat, schon gar nicht gegenüber dem viel klareren Erfolg der ÖVP, aber eine Katastrophe ist es auch nicht.

  Man darf sich nicht von Wunschträumen oder unseriösen Umfragen täuschen lassen: Zu keinem Zeitpunkt herrschte


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