Wir sind wieder fesch

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

ÖVP WIEN. Jahrelang hatten sie kein Leiberl im roten Wien: Jetzt triumphieren die leidgewohnten Wiener Schwarzen mit dreißig Prozent bei den Nationalratswahlen. Wird ganz Wien Hietzing? 

Der einzige Lichtblick des versauten Abends waren die TV-Bilder vom steifen Herrn in Grau, der sich da in Habtachtstellung über 30 Prozent der Stimmen für die marode Wiener ÖVP freute. "So steht ein echter Sieger", ätzten die frustrierten Roten am Wahlabend in ihrem Container, als sie den Wiener ÖVP-Chef Alfred Finz im ORF-Studio sahen. "Der Finz bleibt uns jetzt, den werden sie nach diesem Ergebnis nicht austauschen", jubelten junge Rathaus-Sozis hämisch. Immerhin: Auch wenn die SPÖ an diesem Abend auf Platz zwei hinter die ÖVP zurückgefallen war, zum ersten Mal seit 32 Jahren, blickten die Wiener Genossen zumindest entspannt in die Zukunft: Auf so einen Jausengegner wie Finanzstaatssekretär Finz würde ihr volksnaher Michael Häupl bei der nächsten Wiener Wahl 2006 nur warten.

  Der Jausengegner


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