Vom Rambo zum Lamperl

Medien | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

FEINDSCHAFTEN. Peter Westenthaler, jahrelang gefürchteter Propagandachef der FPÖ, avanciert als Politpensionist plötzlich zum Mediendarling der Nation. Wie konnte das passieren? 

Der Kurier nahm vor einigen Wochen auf seiner "nagelneuen sandfarbenen Rauledergarnitur" Platz. Um bei einem "schnell servierten Käseteller" mit ihm und "Gattin Dagmar" das Schüssel-Haupt-Duell zu schauen. Vergangene Woche rief ihn das bürgerliche Blatt dann sogar als "gemäßigte Kraft" in der FPÖ aus, die endlich "rehabilitiert" gehört. Auch im Standard durfte der Politpensionist schon platzfüllend räsonieren. Über seinen "Freizeitstress", seinen "Wohnzimmerumbau" und die "Wehmut", die ihn hie und da befällt. Und selbst das profil ging mit dem ehemaligen blauen Klubobmann auf Tuchfühlung. Am Wahlabend, auf der Promitribüne des Wiener Horr-Stadions: Das Montagsmagazin wollte hautnah miterleben, wie der blaue Austria-Fan über die 1:2-Niederlage gegen Sturm und das Wahldebakel seiner Partei jammert.


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