PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

Eines muss man Hans Dichand lassen: Er ist keineswegs stur, sondern ändert, wenn sich die Gegebenheiten auch ändern, schon einmal seine Meinung. Vor drei Jahren stolperte Wolfgang Schüssel auf dem Cover der Krone-Bunt noch als ungeschickte Ballerina "auf dünnem Eis..." Am Samstag war er auf Seite eins als Hockey-Crack die "Sturmspitze auch auf dem Eis". Aus der "Reportage im Blattinneren": "Er kurvt geschickt um zwei Gegenspieler, holt mit dem Schläger zum Schuss aus - und wird gerempelt. Ein beim Eishockey erlaubter Bodycheck. Sorry, Wolfgang, die Chance ist vorbei." Aber ein Wolfgang Schüssel gibt nie auf: "Er kämpft um jeden Puck: an der Bande, der Eingrenzung des Spielfeldes, beim Bully, dem Einwurf der Hartgummischeibe durch den Schiedsrichter. Der Kanzler hat einige Torchancen, scheitert aber oft an dem ,Tiger' aus der Muthgasse, Krone-Keeper Klinger." Ganz wie im richtigen Leben eben. Am Montag schrieb der alte, aber noch immer nicht zahnlose Tiger wieder einmal, auf welches Tor Schüssel besser nicht schießen soll. Die Schlagzeile: "Schüssel weiter gesprächsbereit, aber: Schwarz-Blau so gut wie erledigt!"


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