FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 49/02 vom 04.12.2002

Sie sind entweder zu zart oder zu hart: Wie sie es auch machen, die Expertenjurys bei "Starmania", der ORF-Vorsingveranstaltung für junge Showtalente, sie liegen bisher jedes Mal falsch. An die tiefe, aber erfrischende Härte von Schlagerproduzent Dieter Bohlen, der derzeit bei RTLs "Deutschland sucht den Superstar" Shobiz-Anwärtern verbal vor sich herwatscht, kommen die Ösi-Kritiker auf keinen Fall heran. Die "Starmania"-Auskenner bleiben lieber indifferent-wortkarg (für Einhitwunder-Mann Marque war alles cool oder brutal), dämlich-überheblich (Nicht-einmal-Einhitwundermann Hubertus Hohenlohe spielte Pop-Exzellenz) oder sind menschenverachtend (Herbert Fechter, Manager von Könnern wie DJ Ötzi, verspottete hübsche Bauernbuben wegen ihres burgenländischen Dialekts). Unbefriedigend auch Expertinnen wie die symphatische Rex-Mutti Elke Winkens, die nur bemüht schien, keinem Kandidaten die traurige Wahrheit zu sagen. Da lob ich mir die bisher einzige Ausnahme des Promi-Panels: Plattenboss und Ex-Ö3-Chef Bogdan Roscic war souverän, sachlich, witzig - und angenehm ehrlich. Ein echter IQ-Heber, so wie damals beim Maturantensender Ö3.


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