Die Kinder Europas

Extra | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Wenn man nicht sowieso stets in historischen Zeiten lebte, dann könnte man sagen, wir leben in historischen Zeiten. Vermutlich zum ersten Mal, seit der Kontinent Europa von Menschen besiedelt wurde, ändern sich die politischen und kulturellen Verhältnisse ohne kriegerische Auseinandersetzung grundlegend. Es ist ja fast zu schön, um wahr zu sein, denn wie Europa seine Veränderungen traditionellerweise zu vollziehen pflegt, erfuhren wir am Beispiel des Zerfalls Jugoslawiens. Also ein neues Europa ohne Krieg. Die nächste Generation wird damit die Voraussetzung vorfinden, Probleme und Auseinandersetzungen mit friedlichen Mitteln zu lösen. Die Kinder Europas werden mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber hoffentlich auch gelernt haben, nicht deshalb gegeneinander Krieg zu führen. Wien nimmt in dieser Entwicklung eine Schlüsselstellung ein. Doch nicht als Hauptstadt, sondern als Punkt eines Netzwerks, das eine Metropole des 21. Jahrhunderts bildet. Und ihre Bewohner sind junge Europäer.


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