Ausblick - Die Metropole der Zukunft

Europaregion Wien

In den nächsten Jahren wird rund um Wien zwischen Brno, St. Pölten, Bratislava, Eisenstadt, Sopron und Györ eine neue Europaregion entstehen. Es ist nicht nur ein gemeinsamer Lebensraum von 5,5 Millionen Menschen, sondern auch die Basis für eine Metropole des 21. Jahrhunderts: ein Netzwerk unterschiedlicher Länder, Körperschaften und Personen

Extra | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Wer an die Monarchie denkt, liegt völlig daneben. Was sich im Rahmen der EU-Erweiterung - und in Wahrheit schon seit dem Fall des Eisernen Vorhangs - in der Region rund um Wien entwickelt, hat nichts mit den alten Komitaten des Kaiserreichs zu tun. Zwar bestehen noch alte Verbindungen und da und dort wohl auch alte Ängste, aber wenn nun eine neue Europaregion im Rahmen der EU entsteht, dann geht es dabei nicht um Nostalgie, sondern die politische, wirtschaftliche und kulturelle Zukunft dieses Raumes.

Seit 1978 sind die österreichischen Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland in der so genannten Planungsgemeinschaft Ost organisiert. Sie ist aus der Erkenntnis entstanden, dass sich Menschen und ihre Tätigkeiten nicht nach alten politischen Grenzen richten. Viele Wiener wohnen in Niederösterreich oder im Burgenland, viele Menschen dieser Länder arbeiten in Wien. Wenn man ihren gegenwärtigen, vor allem aber den künftigen Bedürfnissen gerecht werden will, muss man großräumig


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