Die Mittelschule der jungen Europäer

Kinder aus 22 Nationen mit 18 Muttersprachen besuchen die europäische Mittelschule in Neubau. Sie lernen dort verschiedene Sprachen und was es heißt, in einem gemeinsamen Europa zu leben

Extra | Julia Ortner | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Acht Fremdprachen, Englisch als Arbeitssprache, komplette Nachmittagsbetreuung, ein großes Freizeitangebot und der Unterrichtsschwerpunkt Europa: Eltern, die eine Schule wie die Europäische Mittelschule (EMS) in Neubau suchen, schicken ihre Kinder normalerweise in eine teure Privatschule. Die Aufnahme an diese Schule der Stadt Wien ist aber nicht von der Geldbörse der Eltern abhängig, "nur davon, ob ein Kind sprachbegabt und interessiert ist. Wir haben vom Botschafterkind bis zum Kind aus dem Flüchtlingsheim ums Eck alle sozialen Schichten hier", erklärt die Direktorin Christine Schiller. "Das Ziel unserer Schule ist, dass die Kinder hier nicht nur Sprachen lernen, sondern auch europäisches Bewusstsein und Weltoffenheit."

1997 wurde die Europäische Mittelschule als neues Schulmodell in Europa eröffnet. In diesem von der EU geförderten Pilotprojekt lernen Wiener Kinder aller Nationalitäten gemeinsam mit Kindern aus den Nachbarregionen Bratislava, Brno und Györ nicht nur verschiedene


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