Vergesst Schwarz-Grün!


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Es war eine hübsche Idee, aber die moralische Befindlichkeit grüner Funktionäre zählt mehr. 

Advent, Zeit der Kekse und der kleinen Brötchen, Zeit der wohlfeilen Besinnlichkeit und der falschen Großzügigkeit, Zeit langer Samstage und langer Sondierungsgespräche. Die hatten wir doch schon einmal, vor drei Jahren, in der schönen Nachwahl- und Vorweihnachtszeit. Nach der Bescherung ist vor der Bescherung, wie man sagt. Die Atmosphäre ist aber diesmal wesentlich entspannter, keiner mag mehr auf die Straße gehen, und alles ist offen. Die Blauen haben sich selbst in Richtung ihrer wahren Lebensgröße reduziert, die Roten scharren mit eingeschlafenen Füßen im Vorhof der Macht, und vor einer schwarz-grünen Koalition braucht sich niemand mehr zu fürchten: Peter-Michael Lingens und ich halten sie - nicht ohne uns wechselseitig zu zitieren - für interessant, Erhard Busek ist dafür, die schwarzen Steirer wollen sie sowieso und auch nachdenkliche Kommentatoren

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