ROTE BASIS: "Nicht mit Scheißkerzerlschluckern"

Politik | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Plötzlich stürmen Jusos das Lokal und verteilen rote Kondome mit Himbeergeschmack. Dann kommt Caspar Einem herein und bestellt sich ein Bier. Die meisten Gäste des rhiz sind genervt, weil sie am Abend vor der Wahl ungewollt in eine SPÖ-Veranstaltung geraten sind. Nur Peter Rantasa, Mitbesitzer des Lokals, und Wolfgang Kopper, Kunstveranstalter und Musiker, nicht. Die beiden sind fest entschlossen, zum ersten Mal seit langem wieder SPÖ zu wählen, und versuchen noch schnell, ein paar Grün-Wähler rüberzuziehen: "Wer Rot-Grün will, muss Gusenbauer stärken", sagt Kopper, "sonst kommen die alten Männer in der SPÖ zurück, und die ganzen mutigen und guten Ansätze waren umsonst."

  Draußen vor der Tür schenkt der Juso Peko Baxant den Energy-Drink "Gusen-Power" aus und bearbeitet unermüdlich grünaffine Erstwähler.

Vor der Wahl nützlich, nach der Wahl lästig. Während die rote Parteispitze mit sich und einer Regierungsbeteiligung ringt, verlangen linke Intellektuelle, widerständige


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