"Da kann ich nur lachen!"

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

ÖVP. Klubobmann Andreas Khol über die Koalitionsverhandlungen, seine neuen Sympathien für Marxisten, einfache Parteimitglieder der ÖVP und Flüsse, die man nur einmal durchquert.  

Andreas Khol scheint wie ausgewechselt. Vor einigen Wochen, mitten im Wahlkampf, zog der schwarze Klubobmann noch ordentlich über die Parteispitzen der Opposition her. Die grüne Vizeobfrau Eva Glawischnig titulierte er als "wunderschöne Marxistin", ihrem Parteikollegen Karl Öllinger warf er vor, sich gegenüber gewaltbereiten Demonstranten nicht genügend abzugrenzen. Auch SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer bekam sein Fett ab. Khol nannte ihn im profil "ein typisches Produkt der sozialistischen Partei": Äußerst links habe er angefangen, "im Europarat stieß er zur Toskana-Fraktion des internationalen Sozialismus, für den Champagner ein Getränk der Arbeiterklasse ist". Doch seine unzähligen Untergriffe hat der Bürgerliche, der nun Favorit für das Amt des Ersten Nationalratspräsidenten ist, längst verdrängt.


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