"Wir bedauern"

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

SPÖ. Alfred Gusenbauer versprach, die "braunen Flecken" der Roten aufzuarbeiten. Der dem "Falter" vorliegende Bericht spricht die SPÖ vom Verdacht frei, "arisiertes" Vermögen besessen zu haben, und wirft dennoch ein beschämendes Licht auf die Partei. 

Oskar Helmer war das Thema ein Gräuel. "Ich bin dafür, die Sache in die Länge zu ziehen", sagte Helmer und meinte damit die Rückgabe von ehemals jüdischem Vermögen, das die Nazis geraubt hatten. Öffentlich hat er das nicht gesagt, sondern in vertraulichem Kreis, in einer Sitzung des Ministerrats. Erst später sollte der Satz Helmer, Innenminister und stellvertretender Vorsitzender der SPÖ, berühmt machen.

  Oskar Helmer war das Thema aber auch ein brennendes Anliegen. "Solange diese Wiedergutmachung nicht erfolgt ist, solange das geraubte Vermögen nicht zurückgegeben, solange wird es eine ruhige Zusammenarbeit nicht geben", rief Helmer, diesmal laut, auf einem SPÖ-Parteitag. Dabei ging es allerdings nicht um die Ansprüche


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