"Balken im Auge"


NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

FPÖ. Der Parteitag der Freiheitlichen zeigt: Eine FPÖ ohne Jörg Haider wird es in Zukunft ebenso wenig geben wie eine liberale Revolution der Parteibasis. 

Auch Sieger müssen üben. Am Parteitag der FPÖ in Salzburg marschierte erstmals nicht Jörg Haider, sondern Herbert Haupt samt Stellvertretern und Ministern zu den Klängen von "The Final Countdown" in den Saal ein. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat sich Haupt aber noch nicht an den Journalistenpulk gewöhnt. In der Mitte des Saales stoppte die Fotografenmeute die Spitzenfunktionäre. Als endlich alle Politiker richtig saßen, war die Musik längst verklungen.

  Geschadet hat dem FPÖ-Obmann sein verpatzter Einzug nicht. 87,8 Prozent der Delegierten wählten Haupt zum Chef. Das ist zwar weniger, als Susanne Riess-Passer noch im Juni (90,8 Prozent) und Mathias Reichhold im September (92,9) abräumten, aber immer noch eine ordentliche Mehrheit. Zuerst wurde in zahlreichen Wortmeldungen noch für Haupt Werbung gemacht - wenn auch

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