Musik ist Trumpf

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

KUNST. Heimo Zobernig, dem das Museum Moderner Kunst eine Retrospektive widmet, fertigt Skulpturen aus Pressspanplatten oder mauert Kunsthallen zu. Mit trockenem Humor reflektiert er die Bedingungen, unter denen heute Kunst gemacht, gezeigt und gehandelt wird. 

Ein paar Tage vor der Ausstellungseröffnung gleicht die Ebene sechs des Museums Moderner Kunst (Mumok) einer Baustelle. Rigipswände werden aufgestellt, Werkzeuge liegen auf Heimo Zobernigs Skulpturen aus Pressspanplatten. Zobernig selbst kniet auf einem Eisengitter und hämmert Stangen gerade. Kaum ist alles fertig, liegt ein zarter Kunstschleier über der Szene: Aus den Werkzeugunterlagen sind Skulpturen geworden, aus den Metallgittern filigrane Bildträger. Heavy Metal hat sich gleichsam in ein Stück zeitgenössischer Kammermusik verwandelt.

  Trotz geprellter Rippe und lädiertem Fuß genießt Heimo Zobernig die wundersame Verwandlung von Kunst in Nichtkunst und wieder zurück. "Warum hat man die teuer versicherten Kunstobjekte,


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