Crisp Apple Strudel

Kultur | MAYA MCKECHNEAY | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

FILM. Eine Filmreihe zeigt Österreich "von außen" - so wie es sich nicht nur Hollywood zurechtfantasiert hat. 

Der Prototyp einer Österreicherin? Fragen Sie mal einen Amerikaner. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er antworten: frisch, natürlich, blonde Kurzhaarfrisur, heißt Maria und dresses in Dirndl. Dabei wird er blinzeln - denn wer wollte es schon für bare Münze nehmen, das Österreichbild von "The Sound of Music", dem bekanntesten US-Musicalfilm der Sechzigerjahre, in dem Broadwaystar Julie Andrews durch die Alpen tanzt und "crisp apple strudels" und "Schnitzel with noodles" besingt. An diesem auf amerikanisches Format aufgeblasenen Heimatfilm ist nichts "echt". Allerdings, die Bilder existieren nun mal. Man braucht nur den Blickwinkel zu verschieben und Österreich nicht mehr als den realen, geografischen, sondern als einen imaginären Raum zu betrachten, der im kollektiven Gedächtnis eines internationalen Kinopublikums angesiedelt ist, und schon kommt den Klischees des


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