STREIFENWEISE

Kultur | MAYA MCKECHNEAY | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Das Gespräch zwischen Vater und Sohn gehört zu den großen, mythischen Momenten des (konservativen) US-Kinos. Gerne wird es in Form einer Rückblende in den aktuellen Plot eingebaut, um das Handeln des nunmehr erwachsenen Kindes in seiner Kontinuität verständlich zu machen und so den Helden, als Teil einer amerikanischen Tradition, über sich selbst (als Individuum) hinauswachsen zu lassen.

  Vor diesem Hintergrund darf man Bill Paxtons Psychothriller "Frailty" (dt. Titel: "Dämonisch") durchaus als subversiv verstehen, denn auch hier gibt es sie, die herbstsonnendurchfluteten Kindheitserinnerungen, in denen ein liebevoller Vater seinen beiden Buben Weisungen fürs Leben erteilt. Mit dem Unterschied allerdings, dass dieser Dad seine Söhne nicht das Häuserbauen und Bäumepflanzen, sondern das professionelle Menschenschlachten lehrt. Das Regiedebüt des Schauspielers Bill Paxton (bekannt aus "Near Dark" oder "Twister"), in dem dieser auch die Hauptrolle des vom religiösen Wahnsinn


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