BREHMS FILMLEBEN: Totes Tier, toter Bildschirm

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

Auf Originalität, einen Mythos fast aller Kunstproduktion, kommt es Dietmar Brehm nicht an: Gesichter "zerfilmt" hat schon Carl Theodor Dreyer in den Zwanzigerjahren, Dauer im Kino kein anderer so erfahrbar gemacht wie Andy Warhol, und auch dass Brehm der Erste war, der die Notrufnummern - Feuerwehr, Polizei, Rettung - untereinander geschrieben bzw. addiert hat, darf bezweifelt werden. - So geschehen übrigens in "Alarm", einer Filmminiatur, die nach dem Februar 2000 regelmäßig als Spot gegen Schwarz-Blau im Kino gezeigt und so wohl zu Brehms meistgesehener Arbeit wurde.

  Auch wenn, wie im genannten Fall, sogar die Summe - 399 - stimmt: Die Arbeiten dieses Filmemachers sind, wie dieser selbst, vor allem unberechenbar. Gefundenes, anonymes Material wird mit selbst gedrehten Aufnahmen kombiniert, so lang, bis das eine vom andern kaum zu unterscheiden ist und sich Spuren und Fragmente von Erzählungen herauszubilden scheinen, die aber sofort wieder ad absurdum geführt werden. Selbiges

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