"Ich war viel zu jung"

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

DICHTERLEBEN. In ihrer fragmentarischen Autobiografie präsentiert sich die Schriftstellerin Carson McCullers (1917-1967) als braves Südstaatenmädel. 

Carson McCullers war erst 23, als 1940 ihr erster Roman erscheint, einen Sensationserfolg landet und die Provinzgöre aus den Südstaaten ins Zentrum der New Yorker Literaturszene katapultiert. Carson McCullers war erst fünfzig, als sie 1967 nach langem Leiden an den Folgen eines Schlaganfalls starb. Mehr als dreißig Jahre nach ihrem Tod ist nun ihre fragmentarische Autobiografie mit dem schlichten Titel "Die Autobiografie" in einer sorgfältig kommentierten Fassung erschienen.

  "Ich wurde über Nacht zu einer etablierten literarischen Persönlichkeit, und ich war viel zu jung, um zu verstehen, was da mit mir geschah. Ich muss unerträglich gewesen sein." In diesem Tonfall erzählt Carson McCullers aus ihrem Leben: Erfrischend ehrlich, manchmal ratlos über sich selbst, aber nie selbstgefällig oder gar wehleidig. Auch der qualvolle


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