Liebende Amateure

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 50/02 vom 11.12.2002

NEUES LOKAL. Ein neuer Italiener, der zwar zur Abwechslung mal mit wenig Schick aufwarten kann, aber dafür mit umso mehr Bodenhaftung.

Das Lokal in der Stuckgasse war schon viel: Vor allem einmal war es das Jumbo mit seiner atemberaubend fantastischen Hongkong-Küche, davor war es angeblich mal eine Pizzeria, danach wieder mal ein Italiener und letztes Jahr irgendwas namens Spiller. Drei Wochen hätten sie jedenfalls gebraucht, erzählt Tomas Zierhofer-Kin, um sämtliche Schichten der kulinarischen Vergangenheit dieses Lokals zu entfernen und das hübsche Gewölbe in seiner Klarheit wiederherzustellen.

Und Purismus ist einstweilen tatsächlich die vornehmliche Eigenschaft der Osteria A Calice, nicht allein deshalb, weil die richtigen Tische, die richtigen Sessel und die Regalwand für Kochbücher und Weinflaschen noch nicht geliefert wurden. Purismus nämlich insofern, als Zierhofer-Kin und seine beiden Kollegen es immer bedauerten, dass es in Wien eigentlich keinen authentisch-bodenständigen


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