Unsere schwarzen Spezln

Politik | GERALD JOHN, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

VORBILD BAYERN. Die ÖVP schaut sich ihre Rezepte vom Freistaat ab. Laptop und Lederhose, Biotech und Brezn, Kunst und Kühe: Wird Österreich wie Bayern? 

Kommt ein Reporter zu Franz- Josef Strauss: "Wird das nicht langsam demokratiepolitisch bedenklich?", fragt er den bayrischen Ministerpräsidenten, der gerade zum fünfzigsten Mal die absolute Mehrheit verteidigt hat. "Wozu", antwortet Strauß, "wozu brauchen mir in Bayern a zwoate Partei? Mir ham ja eh scho a Demokratie!"

  Wie jeder Witz hat auch dieser einen wahren Kern: Dieser Tage sind es vierzig Jahre, dass die Christlich Soziale Union den Freistaat Bayern mit absoluter Mehrheit regiert. Land und Partei sind mittlerweile untrennbar miteinander verbunden. Man glaube schon fast, sagen die Bayern, die CSU hätte jeden See in Bayern eigenhändig ausgehoben, jeden Hügel aufgeschüttet, jeden Sonnenstrahl bestellt und obendrein das Weißbier erfunden. Diesseits der Grenze wird da so mancher ÖVP-Landesfürst neidig. Könnte das auch

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