"Österreich ist geizig"

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

INTERVIEW. UNHCR-Chef Ruud Lubbers über Innenminister Ernst Strassers Asylpolitik und die Knausrigkeit der Österreicher. 

Ruud Lubbers, langjähriger Ministerpräsident der Niederlande und seit 2001 Chef des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR), war erst kürzlich auf Einladung des Wiener Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) zu Gast in Wien. Der Falter sprach mit Lubbers über die Asylpolitik von Innenminister Ernst Strasser, Chancen einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik innerhalb der Europäischen Union und die Knauserigkeit der österreichischen Politiker.

Falter: Österreichs Innenminister Ernst Strasser hat kürzlich Hunderte Asylwerber aus amtlich definierten Ländern auf die Straße gesetzt. Wie beurteilen Sie eine solche Flüchtlingspolitik?

Ruud Lubbers: Dieses Problem gibt es in vielen Ländern. Konventionsflüchtlinge, also Menschen, die aufgrund politischer oder religiöser Verfolgung flüchten müssen, und so genannte Wirtschaftsflüchtlinge

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