"Wir sind Berufsoptimisten"

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

KIRCHE Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau über betende Politiker, obdachlose Asylwerber, die zu Weihnachten im Keller der Caritas wohnen, und was er mit Michael Landon, dem US-Serien-"Engel auf Erden", gemeinsam hat. 

Michael Landau ist kein Kirchenfürst. Der Wiener Caritas-Direktor ist ein Priester mit Handy und Laptop, aber ohne würdevolles Gehabe. Trockene Termine mag er nicht so, er ist lieber bei den Menschen, für die er sich einsetzt: Bei den Obdachlosen in der Gruft, bei Asylwerbern in den Flüchtlingshäusern, im Hospiz oder in Betreuungseinrichtungen für Behinderte.

  Der 42-jährige Priester, Sohn einer jüdisch-katholischen Familie, schloss 1988 sein Biochemiestudium mit Auszeichnung ab und studierte anschließend Theologie. 1995 folgte er Helmut Schüller als Caritas-Direktor. "Die Caritas braucht Mittel. Der Dr. Landau erschlägt mich, wenn ich das hier nicht deutlich unterstreiche", sagte Kardinal Schönborn einmal über den ansonsten zurückhaltenden Landau.


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