Leichter leiden

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

THEATER. Regisseurin Andrea Breth, die im Akademietheater Lessings "Emilia Galotti" inszeniert, gilt als Genauigkeitsfanatikerin und Respektsperson. Der "Falter" wagte sich dennoch an ein Porträt. 

Zu einem Gespräch mit Andrea Breth geht man wie zu einer Prüfung - unsicher, ob man das eine oder andere Stück vielleicht doch nicht genau genug gelesen hat. Fotos, auf denen die für penible Textgenese bekannte Regisseurin lacht, gibt es kaum. Obwohl Breth bereits an die dreißig Jahre Theater macht, kann man die Komödien in ihrem Repertoire an den Fingern einer Hand abzählen.

  In Interviews vermittelt sie nicht selten das Bild einer strengen Misanthropin, die den Menschen das Schlimmste zutraut und nicht müde wird, den Werteverlust der modernen Welt zu beklagen. Beim Treffen auf der Probebühne im Arsenal, wo seit zwei Monaten an Lessings "Emilia Galotti" gefeilt wird, ist Andrea Breth dann aber bester Laune. Sie scherzt mit Fotograf Heribert Corn (freilich über Todesarten), und


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