NÜCHTERN BETRACHTET: Wahlbewegung Weiße Weihnachten

Kultur | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

Es hat dann doch noch geschneit. Und Kommissar Till Ritter, der alte Koteletten-Cowboy, war ganz aus dem Häuschen, weil er gerade zufällig den gestohlenen Aston Martin entdeckt hat, und er ist glatt mit seinem Kollegen, dem Nasenbären Felix Stark, nach Hause mitgegangen, anstatt in den Urlaub zu fliegen, obwohl er den Familienfimmel vom Stark überhaupt nicht raffen kann. Das hat freilich auch nicht mehr geholfen, weil das Drehbuch dieses im Schokoladefabrikantenmilieu angesiedelten "Tatort" war dermaßen daneben, dass man seinen Verfasser mit täglich nicht unter zwei Kilo feinstem und fettestem Konfekt zwangsernähren sollte. Royal Albert Hall, mit dem ich während des "Tatort" stets per SMS über dramaturgische und dialogische Finessen und Verfehlungen zu konferieren pflege, schlug sogar vor, einen zwei Tonnen schweren Block tiefgefrorener Schokolade effektiv zum Einsatz zu bringen, aber das finde ich jetzt fast schon ein Spürchen zu drastisch. Andererseits: Die philosophischen Sätzchen,


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