RASSISTISCHE TÜRPOLITIK: "Wir müssen draußen bleiben"

Stadtleben | Informationen: www.zara.or.at | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

Diese Woche legt ZARA die Ergebnisse eines Rassismustests in Wiener Lokalen vor: Stichprobenartig besuchten die ZARA-Mitarbeiter mit Testpersonen verschiedene Lokale, über die ZARA bereits Beschwerden vorlagen. In keinem der überprüften Clubs und Kaffeehäuser hatte eine weiße Testperson Probleme, Schwarze und Araber hingegen schon. Tendenziell wurden die schwarzen und arabischen Testpersonen geduzt, während die weiße Testperson gesiezt wurde. Die Ergebnisse im Detail:

Havanna Club (1., Mahlerstr. 11): Verlangen von Schwarzen und Arabern Clubkarten, die weiße Testperson kann ohne Clubkarte hinein.

Marias Roses (1., Biberstr. 8): Ein schwarzer Besucher und eine schwarze Besucherin durften ebenso wie ein Weißer ohne Clubkarte ins Lokal. Der arabischen Testperson wird der Zutritt verweigert, weil er keine Clubkarte vorweisen kann.

Titanic (6., Theobaldg. 11): Verlangen von Schwarzen und Arabern Clubkarten, von weißen Besuchern nicht.

Nachtschicht (22., Wagramer Str. 81): Ausweiskontrolle bei schwarzer und arabischer Testperson, bei weißen Besuchern hingegen nicht.

Café 100 % (17., Hernalser Hauptstr. 135): Schwarzen wird der Zutritt prinzipiell verweigert. ZARA erstattet nun bereits die dritte Anzeige gegen den Cafébesitzer.

Fun Factory (2., Südportalstraße, Messehalle 1): Verlangten von Schwarzen und Arabern Clubkarten, von weißen Besuchern nicht.

Coyote (1., Salzgries 4): Der schwarzen und der arabisch aussehenden Testperson wird der Zutritt mit der Begründung verweigert, sie seien keine Stammgäste. Die weißen Testpersonen können ungehindert hinein.


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