Sideorders: 10 im Kröpfchen

Stadtleben | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

2002 war nicht alles nur super: Pech, Fehlplanung, Geschmacklosigkeit, Ratlosigkeit, Lethargie, Unfähigkeit und gastronomische Blödheit versorgten uns auch heuer mit ein paar handfesten Flops. Die Reihung erfolgt alphabetisch, nicht nach Härtegrad.

Austropop Café Sieht aus wie eine Sauna, Schnitzel stehen auf der Karte als "Breslteppich" und dazu der Sound von Fendrich.

Culinarium Österreich Haus Auf drei Stockwerken und mit Millionen-Aufwand konstruiertes Austro-Feinschmecker-Paradies.

Depot Café Die Betreiber schliefen ein, und der Staat strich die Subventionen. Einstweilen Minimal-Betrieb, ungewisse Zukunft.

Euro Im Zuge der Währungsumstellung kam es zu einer Teuerung in der Wiener Gastronomie, die an der Frechheits-Grenze kratzt und ziemlich genau 37 Prozent ausmacht: öS 100 sind jetzt e 10.

Fidel Es war schon eine schlechte Idee, in Wiens Innenstadt eine "Edelweiß-Alm" aufsperren zu wollen. Aber der teutonische Pseudo-Kubaner, der jetzt dort ist, ist noch schlimmer.

Figlmüller Große Schnitzel und eigener Wein sind eine feine Sache. Aber nicht Programm genug.

Meierei Stadtpark Na ja, das war's jetzt leider. Aber gut möglich, dass die alte Meierei noch heuer ein echt großes Comeback hat: als neues Steirereck nämlich.

Mumok Das beste Restaurant im MQ war zugleich auch das versteckteste. Die Museumsdirektion ließ es verrecken. Bravo!

Salud Ein fast völlig authentischer Erlebnis-Mexikaner, der in Villach und Klagenfurt saugut ankommt. Danke, dorthin zurück, wo ihr herkommt.

St. Josef Es ist ja echt nicht so, dass Wien so irre viele Veggie-Lokale hätte. Und die St.-Josef-Leute lassen sich mit ihrem Lokal jede Zeit der Welt, dass das so bleibt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige