Neue Kochbücher: Essen oder Lesen, das ist die Frage

Stadtleben | aus FALTER 51/02 vom 18.12.2002

Eben war er in der Weltpresse, weil seine sterblichen Überreste ins Pariser Panthéon überführt wurden: Alexandre Dumas, Großschriftsteller des 19. Jahrhunderts. Überall erwähnt wurden dabei zwei seiner siebzig Romane, "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo". Unerwähnt blieb sein Opus magnum, sein letztes Werk, das große Wörterbuch der Kochkunst. In drei bibliophilen Bänden erscheint es nun erstmals auf Deutsch. Weniger Kochanleitung als Lesefreude.

Alexandre Dumas: Das große Wörterbuch der Kochkunst. Übersetzt von Veronika Baiculescu, Mandelbaum Verlag, 850 Seiten, e 59,80

350.000 Bücher wurden von Teil 1 dieses Buchs verkauft. Auch Teil 2 wird sicher ein Megaseller. Zu Recht. Denn hier erfährt man kompakt, präzis und klar alles, was man für den Erfolg eines Gerichts braucht. Der zweite Band ist grundsätzlicher als der erste, informiert über die Herstellung von Leberkäse und Wurst, bringt aber auch ein bisserl Ethnisches (Pizza).

Ewald Plachutta, Christoph


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