Prosit Null-Drei

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Wir gehen in das dritte unserer Nullerjahre; am besten, wir denken uns nicht viel dabei.

Wir befinden uns auf dem direkten Weg in die Hölle. Den erkennt man bekanntlich daran, dass er mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Höllisch fein wird es dabei vor allem unserer Politik gehen, denn die meint es mit uns (und sich) besonders gut. Nebenbei bemerkt werden neue Jahre auch einmal alt, beziehungsweise alte Jahre waren auch einmal neu. So wundert es einen nicht, dass gerade jetzt Thesen Konjunktur haben, die alles andere als neu sind.

Zum Beispiel die, Schüssel sei eine Art Kreisky der Nullerjahre. Dieser hübsche Terminus "Nullerjahre", den ich jüngst bei Glattauer im Standard las, scheint mir sehr angemessen für ein Jahrzehnt, das mit der erfolgreichsten aller sinnlosen Phrasen eingeleitet wurde, dem Nulldefizit, und das seine erste Regierung in einer geradezu euphorischen Amnesie untergehen ließ, in der so genannten Nullerinnerung.

  Schüssel wäre demnach

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