Hauptfeind Nr. 2

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

AUSLAND. Ein Glück, dass die USA im Konflikt mit Nordkorea ihre eigene Militärdoktrin vergessen haben. 

Riesigen Felsformationen gleich stehen die größten Lautsprecher der Welt in der hügeligen Landschaft. Die Straße entlang der Demarkationslinie zu Nordkorea am 38. Breitengrad ist dicht befahren. Die Phonstärke im Krieg der Worte zwischen den beiden koreanischen Staaten wurde in den letzten Jahren drastisch reduziert, berichten Einheimische. Seit der historischen Reise des südkoreanischen Reformpräsidenten Kim Dae Jung in den Norden im Juni 2000 dröhnen nicht mehr politische Propagandasprüche aus den Stahlkolossen, sondern populäre Schlagermusik. Pjöngjang hat nachgezogen, auch wenn die nordkoreanische Hitparade sich gegen den erfolgreichen koreanischen Pop des Südens ziemlich schwer tut. An die Stelle der Hassparolen von früher ist in den touristengerecht eingerichteten Aussichtsarealen dickes Lob für die "Sonnenscheinpolitik" der Verständigung mit dem Norden getreten,


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