PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 02/03 vom 08.01.2003

Die Pagina lautet "Multimedia", die Story ist mit einem Philips-Sujet illustriert: Schöne Menschen lungern auf dem Designersofa vor dem Flatscreen. Nur der Text will nicht ins schicke Layout passen: Hans Dichand erzählt in der Krone-Bunt sein Leben ("Im April 1959 erschien die erste Nummer der Kronen Zeitung. Nichts blieb mehr so, wie es war in der österreichischen Presselandschaft") und die Geschichte der Zweiten Republik gleich dazu ("Die Vorstellung, dass ganz Europa unter Stalins Herrschaft geraten könnte, war konkret"). Erst im letzten Absatz kommt er zum Thema: "Jetzt geht es um die Verschmelzung von Zeitungen sowie Magazinen ..." - Aha! Noch mehr Medienkonzentration! Aber halt, der Satz geht ja noch weiter: "... die Verschmelzung von Zeitungen sowie Magazinen mit dem Fernsehen und dem Internet. Lokale und globale Zusammenschlüsse werden tief in den Alltag der Menschen eingreifen und uns darüber hinaus zu nahen Zeugen weltweiter Entwicklungen machen." Das wars dann aber schon wieder mit Multimedia: Zum Schluss warnt Dichand dann vor den "verkümmernden moralischen Werten" im Westen und dem "fanatischen Glauben" im Osten.


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